Vortrag zu Sebastian Castellio

castellio<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ckk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>22</div><div class='bid' style='display:none;'>566</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

„Die Wahrheit suchen, kann niemals verbrecherisch sein“. Sebastian Castellio (1515-1563) in der Spannung von Gewissen und Gewalt
Hanspeter Rast,







Der Humanist und Theologe Sebastian Castellio ist in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein überzeugter Verfechter von Toleranz.
Zunächst wirkt er als Lehrer in Genf und wird von Johannes Calvin gefördert. Der Wert des Individuums, einer der wesentli- chen Gewinne der Reformation, steht für Castellio über jeder Doktrin. Von Basel aus kritisiert er den mächtigen Johannes Calvin. Als Folge eines reformatorischen Inquisitionsprozesses (Hinrichtung eines spanischen Arztes und Theologen) kommt es zum Konflik und zum Bruch mit Johannes Calvin. Castellio sieht in dem Vorgehen in Genf, an dem der grosse Reformator nicht unbeteiligt war, nichts Anderes als einen Justizmord. Der Einfluss Calvins ist so weitreichend, dass die Zensoren in Basel die humanistischen Ideen Castellios unterdrücken. Seine Schriften dürfen nicht gedruckt werden und seine pädagogischen Werke gehen verloren. Mit diesem Anlass kann er ein wenig wiederentdeckt werden. Der Vortrag (Michael Bangert) will mit Bildern und szenischen Lesungen (Bernhard Affolter, Franz Osswald) in leichter und verständlicher Form in das dramatische Leben und das ungewöhnliche Denken des grossen – und leider fast ganz vergessenen – Baslers Sebastian Castellio vorstellen. Der Anlass wird begleitet von Musik aus der Zeit Castellios vom Ensemble «voce» (Annemarie Fränkl-Knab, Simona Buchwalder, Csongor Szántó).

Eintritt frei.
Autor: Hanspeter Rast     Bereitgestellt: 21.03.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch