Marienretabel kehrt als Kopie in die Predigerkirche zurück

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Detail Marienretabel

Für die Basler Predigerkirche wurde eine Kopie eines kunstvollen frühgotischen Marienbildes angefertigt. Das Original des Bildes, das aus der ehemaligen Dominikanerkirche stammt, ist heute im Historischen Museum Basel. Vom 8. September an kann in der Kirche die kunsthistorische Preziose wieder in ihrem kultischen Zusammenhang erlebt werden.






Sie ist die erste Kirche im Baustil der Gotik am Oberrhein: die Basler Predigerkirche. Vor 750 Jahre wurde der erste Bau mit einer Weihe abgeschlossen, vollzogen durch den Bischof von Regensburg und Dominikanermönch Albertus Magnus. Er war einer der führenden Denker und Theologen seiner Zeit und sein Besuch am Rheinknie zeigt die Bedeutung, die das Dominikanerkloster in Basel damals hatte. Das Gebäude war ursprünglich reich geschmückt, doch von der Originalausstattung hat sich fast nicht erhalten. Ausser glücklicherweise einer filigran bearbeitetet Steintafel, die ursprünglich zum Marienaltar der Kirche gehörte. Das Original ist heute im Historischen Museum Basel. Das Kunstwerk ist eine der wenigen überlieferten bemalten Steintafeln aus jener Zeit – sie ist eine kunsthistorische Preziose in Europa.

Die Steintafel befindet sich heute also in einem musealen Zusammenhang. Die gegenwärtige Präsentation des Retabels entspricht somit nicht dem ursprünglichen Kontext und Kommunikationszusammenhang. In der Basler Predigerkirche jedoch kann sie im ursprünglichen Raumeindruck und Sinnzusammenhang vor Ort wieder erlebt werden. Deshalb wurde von der Steintafel ein exaktes Duplikat von der Kunstbetrieb AG in Münchenstein angefertigt und am Originalplatz aufgestellt, in der Kapelle im Lettner, rechts vom Durchgang. Seit der Rekonstruktion des Lettners bei der Renovation der Jahre 1975-78 ist dies möglich. Die Kunstbetrieb AG fertigte ein Silikonnegativ an und goss es mit einem farblich angepassten Sandsteinmörtel aus, damit die Anmutung des Sandsteins entsteht. Anschliessend wurde die Tafel koloriert. Die Altarplatte wurde mit Mittel aus dem swisslos-Fonds Basel-Stadt und mit privaten Spenden finanziert.
Bereitgestellt: 04.09.2019     Besuche: 28 Monat
 
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