Wir kehren in unsere Kirche zurück

Mptfaööstatopm0<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ckk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>60</div><div class='bid' style='display:none;'>715</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Am Freitag, 12. Juni, wurde die Predigerkirche vom Universitätsspital wieder offiziell an die Christkatholische Kirche Basel-Stadt zurückgegeben. Am Medienanlass sprachen Kirchenrätin Marianne Schneitter und Pfarrer Michael Bangert. Die Medienstelle «kath.ch» hat über den Anlass berichtet, den Link zur Seite finden sie untenstehend.







Medienbericht von kath.ch

» https://www.kath.ch/newsd/basler-kirche-wird-nach-corona-einsatz-wieder-geoeffnet/


Gedanken zur Medienkonferenz anlässlich der Rückgabe der Predigerkirche zum Ende der Nutzung als erweiterte Notfallstation durch das USB

Ansprache von Kirchenrätin Dr. Marianne Schneitter

Ende Februar dieses Jahres gelangte Prof. Widmer, Infektiologe am Universitätsspital Basel mit der Frage an unsere Diakonin, Karin Schaub, ob sich die Christkatholische Gemeinde Basel vorstellen könnte, im Rahmen der sich abzeichnenden Corona Krise, die Predigerkirche als Test- und Triagestation dem Unispital zur Verfügung zu stellen. Das Anliegen wurde vom Kirchenrat aufgenommen und es wurde einstimmig beschlossen, dass wir diesem gerne entgegenkommen.

Wir haben nachbarschaftlich Hand geboten – nicht mehr und nicht weniger. Die Corona-Krise betrifft uns alle, verlangt nach Solidarität und wir haben konkret das Naheliegende getan, d.h., den naheliegenden Raum der Predigerkirche als erweiterter Notfall zur Verfügung gestellt. Dies in der Absicht - und im Sinne unserer Tradition - unterstützend und hilfreich handeln zu wollen. Auf diesem Hintergrund haben wir einen Nutzungsvertrag abgeschlossen, der allein die Abgeltung unserer Unkosten beinhaltet und haben keine Miete verlangt.

Der Kirchenrat bedankt sich bei den Verantwortlichen des Universitätsspitals Basel für die professionelle, unkomplizierte und freundliche Zusammenarbeit, die weiteren Möglichkeiten zukünftig die Tür öffnen wird. Wir bedanken uns auch sehr bei allen Nutzerinnen und Nutzern für den respektvollen Umgang mit unserer Kirche.

Wir als christkatholische Kirchgemeinde haben Ihnen die Predigerkirche gerne überlassen, sind jedoch froh sie zurückzubekommen und sie wieder als Ort des spirituellen und kulturellen Lebens nutzen zu können.


Ansprache Pfarrer Dr. Michael Bangert

Mit der Motivation, die Kirchenrätin Dr. Marianne Schneitter so treffend beschrieben hat, wollte unsere Kirchgemeinde einen Beitrag leisten, um die Gefährdung unserer Stadtgesellschaft zu mindern. Wir sind uns bewusst, dass wir mit der Übergabe unserer Predigerkirche an das Universitätsspital in einer wichtigen Tradition stehen. Der Orden der Dominikaner, der diese Kirche gründete und erbaute, hatte immer schon die Praxis, in der sog. Leutkirche Kranke zu pflegen, Arme aufzunehmen, Bedürftige zu speisen und Pilger schlafen zu lassen. Es für uns naheliegend dieser Tradition zu folgen.

Auch für ein medizinisches Hilfsprojekt gibt uns unsere Geschichte eine Anregung: Der Bischof, der diese Kirche vor 751 Jahren weihte, mit Namen Albertus Magnus, galt in der zu seiner Zeit hoch entwickelten arabisch-islamischen Medizin als der einzige erstzunehmende Arzt in Europa! Aus der Wurzel christlicher Ethik und aus der Wurzel vernunftgemässer Überlegung ergab sich für uns gar keine Handlungsoption als eben das Naheliegende, die Kirche in der Krise dem Spital zur Nutzung zu überlassen. Wir haben dies gern getan.

Deshalb war es immer klar, dass wir nur die uns entstehenden Kosten in Rechnung stellen. Das sind vor allem die Heizkosten, die bei diesem historischen Gebäude enorm hoch sind. Sie liegen bei 250 CHF pro Tag. (Gern möchten wir in den nächsten Jahren die Fenster sanieren, um den Energieverbrauch um 50% zu senken!) Zum anderen sind das die Kosten für Wasser und Strom, sowie der zusätzliche Personalaufwand, der beim Leerräumen der Kirche, beim Umbau, bei den Verhandlungen, etc. angefallen ist. Wir können ganz transparent festhalten, dass für die Nutzung vom 4. März bis zum 4. Juni 2020, also etwa 100 Tage, eine Summe von 46820 CHF aufgelaufen ist. Diese zusätzlichen Kosten haben wir gemäss unserer Absprache dem USB in Rechnung gestellt.

Wir sind froh, dass durch diese verlässliche Transparenz das gegenseitige Vertrauen gefestigt wurde. Und so freuen wir uns, in der nächsten Zeit einen «Letter of intend» mit dem USB unterzeichnen zu können, der unsere Bereitschaft dokumentieren wird, unser Kirchgebäude auch inskünftig dem USB in Notsituationen und Katastrophenfällen umstandslos zur Verfügung zu stellen. Es geht für uns als christliche Gemeinde eben umstandslos das Naheliegende zu tun.

Das liegt auch deshalb nahe, weil unserer Kantonsregierung wie dem Bundesrat sehr dankbar für das umsichtige und kluge Handeln während der Corona-Krise sind. Und dankbar sind wir auch, dass wir dieses wunderbare Gebäude besitzen und nutzen dürfen. Und dass unser Kanton dieses historische Gebäude unter seinen besonderen Schutz gestellt hat. Deshalb auch war das Naheliegende so nahe liegend.
Bereitgestellt: 16.06.2020     Besuche: 62 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch