Gottesfeier vom Sonntag, den 17. Januar

Flow my tears<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ckk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>55</div><div class='bid' style='display:none;'>797</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>

Am Sonntag, 17. Januar, feiern wir um 10 Uhr eine Gottesfeier in der Predigerkirche. Musikalisch wird die Feier von Lea Tschinderle (Gesang) und Babak Babaie (Romantische Gitarre) gestaltet. Hierzu finden Sie auf dieser Seite Informationen zu Musik und Darbietenden.









Musik in der Gottesfeier vom Sonntag, 17. Januar
Die Gottesfeier am kommenden Sonntag, 17. Januar 2021, 10 Uhr, wird von Lea Tschinderle (Gesang) und Babak Babaie (Romantische Gitarre) musikalisch begleitet. Sie werden unter anderem das Lied von John Dowlands «Flow my tears» vortragen.
Im Blick des Gottesdienstes wird der geistliche Sinn der Schwermut sein.

John Dowlands Lied „Flow my tears“ war im England des frühen 17. Jahrhunderts ein großer Hit und ist es bis heute, wie zahlreiche Adaptionen von Rock- und Popsongs zeigen. Dowlands ausdrucksstarke Gesänge, deren Textdichter vielfach unbekannt sind, kreisen um die Bereiche Trauer, Schmerz und Verlust. Mit diesen Inhalten traf Dowland den Zeitgeist des Elisabethanischen Zeitalters, wo Melancholie groß in Mode war, und erschuf gleichzeitig durch seine Musik ein Heilmittel gegen die sogenannte „English disease“.

Flow, my teares

Flow, my teares,
fall from your springs!
Exilde for ever: let me morne,
where nights black bird hir sad infamy sings
there let me live forlorne.

Down, vaine lights, shine you no more!
No nights are dark enough for those
That in dispaire their last fortuns deplore,
Light doth but shame disclose.

Never may my woes be relieved,
since pittie is fled
And teares, and sighes, and grones my wearie dayes
Of all ioyes have deprived.

From the highest spire of contentment
My fortune ist throwne,
And feare and griefe, and paine form y deserts
Are my hopes, since hope is gone.

Harke you shadowes that in darknesse dwell,
Learne to contemne light.
Happie, happie they that in hell
Feele not the worlds despite.


Fließt, meine Tränen

Fließt, meine Tränen, stürzt aus euren Quellen!
Verbannt für immer laßt mich klagen,
Dort, wo der schwarze Vogel
der Nacht seine schlimme Niedertracht besingt,
Dort laßt mich einsam leben.

Fort mit euch, ihr eitlen Lichter, scheint nicht mehr!
Keine Nacht ist schwarz genug für die,
Die in Verzweiflung ihr verlornes Glück beklagen,
Licht bringt die Schmach erst recht zu Tage.

Für meinen Kummer gibt es keine Linderung mehr Seit
sich das Mitleid aus dem Staub gemacht;
Und Tränen, Seufzer und Wehklagen
haben meine müden Tage
Aller Freude beraubt.

Vom höchsten Gipfel der Zufriedenheit wurde
Mein Glück herabgestürzt;
Und Furcht, Kummer und Schmerz bilden an meiner Verdienste statt
Den Grundstock meiner Hoffnung, da die Hoffnung selbst verschwunden ist.

Hört, ihr Schatten, die ihr in Findernis lebt,
Lernt, das Licht zu verachten.
Wie glücklich ist doch der, der in der Hölle weilt,
Wo ihn der Spott der Welt nicht mehr ereilt.




Lena Tschinderle, Sopran
Die aus Österreich stammende Sängerin Lena Tschinderle studierte an der Kunstuniversität Graz und der HKB Bern Gesang. Blockflötenstudien an der Escola Superior de Música de Catalunya und der Schola Cantorum bringen weitere Impulse. Sie absolvierte das Opernstudio Bern/Biel (CH) wo sie unter anderem als Servilia („La clemenza di Tito“), Lisetta („Il mondo della luna“) und Suor Constance („Dialogues des Carmélites“) zu hören ist. Als Finalistin des Wettbewerbes „Meister von Morgen“ , ist sie als Adele am Stadttheater Klagenfurt zu hören. Lena Tschinderle lebt derzeit in Basel und ist Mitglied des Consort Tourterelles. Sie kooperiert mit verschiedenen Ensembles wie beispielsweise dem Ensemble vocal sequence in Genf.

Babak Babaie, Romantische Gitarre
Der in Tehran geborene Gitarrist Babak Babaie unterrichtet derzeit am Konsi Bern und an der Freien Musikschule Basel. Er studierte bei P. Pegoraro, P. Galbraith und A. v. Wangenheim. Babak Babaie ist Preisträger des „Tehran Soloist Competition“.
Parallel zu seiner klassischen Ausbildung machte er sich mit persischen Zupfinstrumenten vertraut. Babak konzertiert regelmäßig in Österreich, Italien, Kanada, in der Schweiz und im Iran. Er ist sowohl als Solist als auch in verschiedenen Kammermusikkonstellationen zu hören. Zu seinen Projekten gehören u.a. „Wiener Klassik“, ein Programm für Gitarren-Duo und das interdisziplinäre Projekt „Von persischen Blumen und Nachtigallen“ mit persischer Zeitgenössischen Musik.
Bereitgestellt: 12.01.2021     Besuche: 3 heute, 65 Monat
 
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