Die Entdeckung des Unendlichen – Kunst und Religion in der Romantik

Kunst und Religion in der Romantik 4

MIchael Bangert bietet an der Volkshochschule einen Kurs zu «Kunst und Religion in der Romantik» an. Anmeldung direkt über die Volkshochschule.









Die Entdeckung des Unendlichen – Kunst und Religion in der Romantik
Unter diesem Titel bietet die Volkshochschule beider Basel einen Vortrag bei der Senioren-Universität im Oktober 2026 und – davon unabhängig – ein Seminar im Januar 2027 an. In beiden Fällen ist der Dozent Prof. Michael Bangert. Der Vortrag bei der Senioren-Uni schlägt thematisch einen grossen Bogen und das Seminar im Januar 2027 vertieft die Fragenhorizonte. Der Vortrag an der Senioren-Uni findet am 26. bzw. 27. Oktober 2026 (Montag- bzw. Dienstagnachmittag von 14.30 bis 16.00 Uhr) und das Seminar am 12., 19. und 26. Januar 2027 (immer dienstags von 18.15 bis 20.00 Uhr) statt. Die Kursnummer für den Vortrag lautet U101261026 und für das Seminar K14015.

Eine Anmeldung für Kurse von Prof. Bangert ist direkt über die Website der VHSBB möglich. Geschäftsstelle: St. Alban-Vorstadt 5, 4052 Basel. Oder per Telefon: +41 61 269 86 66 oder per E-Mail: info@vhsbb.ch.

Die Französische Revolution und ihre Folgen verändern Europa grundlegend. Doch nicht nur in politischer Hinsicht, sondern auch in bezug auf die Weltauffassung, die Religion und die Ästhetik. Die ästhetische Erfahrung wird die Hoffnung geknüpft, dass sie das Medium sein könne, in dem die Entzweiung der modernen Welt aufgehoben werden könne.

Die Bewegungen und Entwicklungen, die mit dem schillernden Begriff „Romantik“ umschrieben werden, umfassen alle Bereiche der Kunst, aber auch die Philosophie, die Religionswissenschaft und die Theologie, aber auch die praktische Frömmigkeit. Insbesondere durch Maler wie Caspar David Friedrich, die Basler Künstlerin Emilie Linder oder Dichter wie Novalis und Joseph von Eichendorff erfährt die christliche Tradition konfessionsübergreifend eine Akzentuierung, die bis in die Gegenwart nachwirkt.

Das „Gemüt“ als eine Form von Wahrnehmungsorgan für das Göttliche rückt in den Mittelpunkt. In dieser Wahrnehmung ist jedem – unabhängig von Bildung und Stand – der Zugang zum Schönen und zur Religion möglich. Die ästhetische Erfahrung macht den Glaubenden zum Künstler bzw. zur Künstlerin. Mit einer ausserordentlichen Kunstproduktion (vor allem: Poesie, Malerei, Musik) entfaltet die Romantik im Christenum aller Konfessionen eine neue Kreativität, die sich von Klassik und Aufklärung abwendet. Die historischen Entwicklungslinien, herausragende Kunstwerke, theoretische Schriften und neue Frömmigkeitspraktiken bestimmen die thematischen Ausführungen. Die Vorgehensweise ist in beiden Veranstaltungen allgemeinverständlich und reich bebildert.
Publiziert von Franz Osswald am 16.07.2026   Besuche: 3 heute