Ein wunderbares Geschenk!

Burkhard Mangold, der Tod und die Jungfrau

Der «Totentanz» ist mehr als der Platz neben der Predigerkirche. Der «Totentanz» war ein grosses Kunstwerk, das die Endlichkeit und Fragilität des menschlichen Lebens auf höchst kultivierte Weise ins Bild brachte. 1805 wurde der Basler Totentanz aus ‘praktischen’ Erwägungen niedergelegt.

In der Moderne griff man immer wieder auf dieses Motiv zurück. In Basel tat das in eindrücklicher Weise der vielfach begabte Künstler Burkhard Mangold (1873-1950). Er fertigte verschiedene Sequenzen von Glasbildern an, - einige in historisierender Weise, andere in moderner Motivik.

Die Familie des für die Entwicklung unserer Basler Kirchgemeinde wichtigen Pfarrers Karl Weckerle (1863-1919), stiftete sechs Glasbilder von Burkhard Mangold, die dann in die Fenster der sog. «Alten Sakristei» (heute das Büro von Seelsorgerin Isabelle Voirol) eingesetzt wurden. Weckerle war von bis zum seinem frühen Tod 1919 an der Predigerkirche tätig und kannte Mangold und sein Werk persönlich.

Nun hat der überaus gelehrte und selbst künstlerisch tätige Enkel Mangolds, Herr Martin S. Steiner, unserer Kirchgemeinde 2 weitere Glasbilder seines Grossvaters geschenkt. Gemeinsam mit Pfarrer Michael Bangert wurde intensiv überlegt, welche Form der Aufhängung gewählt werden solle. Nun haben die beiden Glasbilder ebenfalls ihren Platz in der «Alten Sakristei» gefunden. Die Bilder zeigen die Motive "Der Tod und das Kindlein" und "Der Tod und die Jungfrau". Die Reinigung und die Aufhängung wurde von der Fachfirma Mathis ausgeführt.

Die Kirchgemeinde ist Herr Martin S. Steiner von Herzen dankbar!

Nach Absprache mit Isabelle Voirol können die Kunstwerke besichtigt werden!
Michael Bangert
Publiziert von Franz Osswald am 17.04.2026   Besuche: 86 Monat